Maske gut

Nach längerer Zeit sehe ich ihn wieder und erkenne ihn erst als er mich anspricht an der Stimme. Er trägt eine Maske. Als ich sage, daß mir seine Gesichtsmaske das Wiedererkennen schwer gemacht hat, antwortet er: „Maske gut – Menschen mehr Respekt mit mir“. Er lebt ohne Papiere und ohne Versicherungschutz, ist angewiesen auf die Stellen, wo er ohne Krankenschein behandelt wird. Bei den Zahnbehandlungen kann nur das Nötigste durchgeführt werden.

Endlich wieder Arbeit …

Seit 16. April hatte er, der zwei bis drei Jobs am Tag macht, keine Arbeit. Ungeduldiges Warten. Und gestern endlich ein Arbeitsangebot, das er annehmen konnte. Mit einem Freund zusammen soll er auf einer Baustelle alles so vorbereiten, daß Böden und Fließen gelegt werden können. Nur sie beide werden dort sein. Mindestabstand kein Problem. Und die nächsten beiden Tage dann Pflege von Außenanlagen. Aufatmen im doppelten Sinn des Wortes.

Corona-Virus: Die Armen trifft’s als Erste …

Die Berliner Tafel schreibt auf ihrer Seite, daß sie im März – vermutlich aufgrund von Hamsterkäufen – bis jetzt nur die Hälfte dessen an Spenden erhält, was ansonsten üblich ist. Zehn Ausgabestellen sind bereits geschlossen worden. So heißt es: „Die aktuelle Corona-Lage in Berlin führt auch leider dazu, dass nicht alle Ausgabestellen wie üblich geöffnet haben können, weil Ehrenamtliche fehlen oder Ausgabestellen bis zur Klärung von Testergebnissen präventiv geschlossen werden müssen.“ Auch einige Suppenküchen haben die Essensausgabe eingestellt.